Aktuelle Informationen

II. VDL/KTBL-Studie:Erfassung des Arbeits- und Kostenaufwandes beim Herdenschutz

Anlässlich der IGW 2017 fand das erste Arbeitsgespräch von VDL mit KTBL zur Ermittlung des Kostenaufwandes beim Herdenschutz auf Grundlage von Praxiserhebungen statt.

Zielsetzung ist es, eine aussagekräftige Kostenübersicht zu erarbeiten, die den Mehraufwand betroffener Schafhalter beim Schutz vor Wölfen belegt.

 

Das Projekt trägt den Namen:

 

Herdenschutz in der Schaf- und Ziegenhaltung
Kosten- und Arbeitszeitbedarf

 

Die Untersuchung soll auf Basis unterschiedlicher Betriebsformen und -größen vorgenommen werden. Dabei werden die Betriebstypen sofern sie sich im Herdenschutz unterscheiden aus dem früheren KTBL-Projekt zur Wirtschaftlichkeit der Landschaftspflege mit Schafen herangezogen, differenziert nach größeren und Kleinstbetrieben. Die Datenlieferung wird breit gestreut auf 3-4 repräsentative Betriebe je Landesverband.

Möglichst sollten alle Bundesländer repräsentativ vertreten sein.

 

Ziel ist es, bis Mitte März die Fragebögen abzustimmen, anschließend den Fragebogen zu erproben, bis Ende Mai die Daten zu erheben und bis September 2017 die Ergebnisse auszuwerten.

Hier geht's zur VDL-Bildergalerie der Internationalen Grünen Woche 2017

26.01.2017

Schafhalter fordern Hilfe gegen den Wolf Bund muss sich endlich bewegen

Als wenig hilfreich bezeichnet der Vorsitzende der Vereinigung Deutscher

Landesschafzuchtverbände (VDL), Jürgen Lückhoff, das Verhalten der Bundesregierung beim

Umgang mit der Rückkehr des Wolfes. Während der Bundeslandwirtschaftsminister die

Verantwortung bei den Ländern sehe, beschränke sich die Bundesumweltministerin auf das

Zählen der Wölfe. Die VDL, so Jürgen Lückhoff, als Dachverband der Landesschafzucht- und

halterverbände beobachtet die aktuelle Entwicklung beim Herdenschutz mit großer Sorge

und mahnt zum Handeln.

 

„Nach mehr als 100 Jahren Weidewirtschaft ohne diesen großen Beutegreifer ist die

Rückkehr des Wolfes eine erhebliche Belastung für die Schafhalter, die Probleme, Ängste,

Arbeit und Kosten mit sich bringt. Wir brauchen dringend eine klare Aussage zu einer

Obergrenze für Deutschland und davon abhängig Instrumente zur Regulierung für den Fall

der Überschreitung des festgelegten Erhaltungszustandes. Dabei sind die Vorgaben

internationaler, europäischer, bundes- und landesrechtlicher Rechtsvorschriften zu prüfen

und gegebenenfalls anzupassen,“ so der VDL-Vorsitzende.

Die Zahl der Wölfe in Deutschland entwickelte sich in den Monitoring-Jahren wie folgt:

 

2009/2010 7 Rudel, 2 territoriale Paare, 5 sesshafte Einzeltiere

 

2013/2014 25 Rudel, 8 territoriale Paare, 3 sesshafte Einzeltiere

 

2015/2016 46 Rudel, 15 territoriale Paare, 4 sesshafte Einzeltiere.

 

2002 gab es 33 Übergriffe von Wölfen auf Schafe, 2015 waren es bereits über 600 Übergriffe

auf Schafe und Ziegen.

 

Die Umweltminister der Länder hätten zwar im Dezember 2016 einen Beschluss in die

richtige Richtung gefasst und fordern vom Bund „weitere populationsbezogene

Betrachtungen zum Erhaltungszustand der Art Wolf vorzunehmen.“ Ergebnisse sollen bis

Ende 2017 vorgelegt werden. Die VDL kritisiert dieses Tempo angesichts der schnell

wachsenden Wolfspopulation als viel zu langsam.

 

In einigen Bundesländern gebe es durchaus gute Ansätze. Aber es könne nicht angehen,

dass es zum Beispiel nur Unterstützung für Herdenschafhalter gibt, die kleineren Züchter, die

einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung von Genreserven leisten und den Herdenschafhaltern

oft das erforderliche Zuchtmaterial zur Verfügung stellen, aber davon ausgeschlossen sind.

Lückhoff: „Wir wollen Tierschutz für unsere Schafe. Der damit verbundene Aufwand ist für

viele Schafhalter sowohl von den Kosten als auch von der zusätzlichen Arbeitsanforderung

kaum zu leisten. Die Schäfer wirtschaften seit Jahren an der untersten Einkommensgrenze in

der Landwirtschaft. Es gibt bereits ernstzunehmende Ankündigungen von Schafhaltern, bei

weiteren Übergriffen die Schafhaltung einzustellen.“

 

Ihre VDL

24.01.2017

50. Merinolandschaf-Elite 2017

VDL gratuliert ganz herzlich!

Die VDL gratuliert den Züchterinnen und Züchtern, die anlässlich der 50.-ten Merinolandschaf-Elite ausgezeichnet wurden.

Sie dankt ferner allen Züchtern für ihr Engagement und ihren Einsatz und allen, die zum hervorragenden Gelingen dieser Jubiläums-Elite beigetragen haben.

 

Ausgezeichnet wurden:

 

Medaillen des Bundesministers für Ernährung und Landwirtschaft:

 

Gold:

- Landwirtschaftliche Lehranstalten Triesdorf, BY - BNZ 1a

- Schafzucht Schleich, BY - Champion und EZS 1a

 

Silber:

- Dieter Hertler, BW - Reserve-Champion + Reserve-Fleischsieger + BNZ 1b

 

Bronze:

- Bühner/Burg, RP Wollsieger + EZS 1b

 

VDL- Medaillen:

- 2 x Anton König, BY - S + BNZ 1c

- 1 x Sebastian Schmutz GbR, BY - 1a

- 1x Kurt Schmelcher, BW - 1a

- 1 x Hans Schurr, BW - 1a

- 1 x Klemens Ross, BY - EZS 1c

- 1 x Jens-Uwe Otto, TH - RWS

- 1 x Josef Frasch, BY - WSS

- 1 x Ulrich Feil, BW - FS

 

WDL-Auszeichnungen:

- UIrich Feil, BW - FS

- Dieter Hertler, BW - RFS

 

Die Ehrungen übernahm Frau Staatssekretärin Hirsch.

 

Geehrt wurden ferner:

- Schleich und Hertler für 50 Jahre ununterbrochene Beschickung der Elite.

- Dr. Gerhard Fischer für 20 Jahre fachliche Leitung des RA Merinolandschafe.

- Ehrung in Abwesenheit:

-- Prof. Waßmuth für 21 mal Berichterstattung

-- Hermann Behringer für 12 mal Preisrichten und 32 Jahre Vorsitz des Rasseausschusses Merinolandschafe

 

Verwendetes Bildmaterial: Dr. Christian Mendel

 

23.01.2017

Politische Gespräche am VDL-BDZ-Informationsstand während der Internationalen Grünen Woche 2017

VDL und BDZ sowie die angeschlossenen Mitgliedsverbände nutzen erfolgreich die IGW für politische Gespräche:

 

Unter anderem fanden Gespräch mit

 

- den Landesministern Höfken und Wissing, Rheinland-Pfalz

 

- Landesminister Vogelsänger

 

- CDU-/CSU-Arbeitsgruppe Ernährung und Landwirtschaft unter dem Vorsitz von Hrn. Holzenkamp.

 

- Bundestagsabgeordneten Fr. Dr. Tackmann

 

- Bundestagsabgeordneten Fr. Crone

statt.

 

VDL und BDZ forderten u.a.:

 

- mehr Unterstützung beim Thema Herdenschutz. So behandele die neue bundeszentrale Einrichtung leider noch nicht die vielen ungeklärten Fragen beim Herdenschutz. Daher bedarf es dringend eines bundesweiten Herdenschutzzentrums, das tatsächlich rasch Fragen des Herdenschutzes länderübergreifend aufgreift und bearbeitet. Hier bieten sich VDL und BDZ bei der Koordinierung und Durchführung gerne an.

 

- Bei der Düngeverordnung darf die Beweidung mit Schafen und Ziegen für den Betrieb, der dem Schaf- bzw. Ziegenhalter Flächen zur Verfügung stellt, nicht zum Nachteil gereicht werden. Schließlich werden mehr Nährstoffe aus dem Boden entnommen wie eingetragen werden.

 

- Beim Schlachten trächtiger Tiere sollte gemäß der Gemeinsamen Erklärung der Schaf- und Ziegenwirtschaft auf eine gesetzliche Regelung verzichtet werden. Stattdessen bedarf es der Unterstützung bei Schulung und Weiterbildung der Betriebe vor Ort. Hierfür bieten sich die Verbände gerne an.

 

- Beim Thema TSE sei bislang ebenfalls noch keine praktikable Lösung geschaffen, die einen innereuropäischen Austausch von Zuchttieren ermöglicht.

 

Ihre VDL

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VDL-Geschäftsbericht 2014/2015

VDL-Geschäftsbericht 2014/2015
Der Geschäftsbericht der VDL für die Jahre 2014 und 2015 wurde anlässlich der VDL-Mitgliederversammlung am 19.05.2015 vorgestellt und gibt einen Überblick der behandelten Themen und Arbeitsschwerpunkte.
VDL-Geschaeftsbericht_2014-15.pdf
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Der Geschäftsbericht der VDL für die Jahre 2014 und 2015 wurde anlässlich der VDL-Mitgliederversammlung am 19.05.2015 vorgestellt und gibt einen Überblick der behandelten Themen und Arbeitsschwerpunkte.

 

Ihre VDL

Bilder von der Internationalen Grünen Woche 2015 in Berlin!!!

Willkommen beim Schaf-Portal von: VDL, WDL und Förderverein!

  • FDS: Förderverein der deutschen Schafhaltung e.V. betreibt als gemeinnütziger Verein Aufklärung von Politik und Gesellschaft rund um die Leistungen der Schafhaltung, fördert die Berufsbildung, den Natur- und Umweltschutz sowie die Wissenschaft und Forschung rund um die Schafhaltung.

 

Leistungen, die sich die Gesellschaft von unserer Schafhaltung wünscht:

 

Rassenvielfalt:

Unsere Schafhalter betreuen über 40 verschiedene Schafrassen im gesamten Bundesgebiet. Diese große Rassenvielfalt trägt u.a. zur Erhaltung tiergenetischer Ressourcen bei.

 

Landschaftspflege und Küstenschutz:

Bundesweit und flächendeckend wird so aktiver Küstenschutz und Landschaftspflege in extensiver Form betrieben; ob auf der Schwäbischen Alb, den Deichen, auf Truppenübungsflächen oder auf Restflächen, die vor Erosion geschützt werden.

 

Schmackhafte und wollige Produkte
Lammfleisch, Schafmilch, Schafwolle und deren hochwertige Verarbeitungsprodukte.

 

Getragen wird die Verbandsarbeit durch seine Mitglieder. Halten Sie selbst Schafe, wollen Schafe anschaffen oder gerne die Schafhaltern und ihre Leistungen unterstützen? Dann werden Sie Mitglied in einem unserer Landesverbände und profitieren u.a. von dem Beratungsangebot oder Sie werden Mitglied im Förderverein für 10 €/Jahr.

 

Sponsoren und Förderer

Neben Forderungskatalog und Infoblatt finden Sie in Kürze weitere Informationen für den Schafhalter

Broschüre zum Mindestlohn des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales

Broschüre zum Mindestlohn
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Info- und Werbematerial

Milch-, Merino-, Fleischschafe sowie Landschafrassen im Format DIN A1  à 5,- EUR zzgl. Versand
Milch-, Merino-, Fleischschafe sowie Landschafrassen im Format DIN A1 à 5,- EUR zzgl. Versand

Weitere Infos und den deutschen Wortlaut finden Sie in unserem "Presse-Archiv".

VDL-Ausbildungsbroschüre

VDL-Ausbildungsbroschüre
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