Aktuelle Meldungen

26.10.2021

Bekanntmachung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung  für nachhaltige Tierzucht – Frist zur Einreichung von Projektskizzen ist der 10.12.2021

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung hat im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) als Projektträger die "Bekanntmachung zur Förderung von Maßnahmen zur nachhaltigen Tierzucht für gesunde und robuste Tiere sowie mehr Umwelt- und Klimaschutz im Rahmen des Bundesprogramms Nutztierhaltung" veröffentlicht.

 

Für weitere Informationen klicken Sie auf den untenstehenden Button zur direkten Weiterleitung zur Ausschreibung auf der Homepage der BLE.

 

Ihre VDL

08.09.2021

VDL-Ausbildungsflyer

Wichtige Informationen zum Tierwirt Fachrichtung Schäferei

Nun ist es soweit. Der bereits länger geplante jedoch durch viele andere Themen wie die GAP Reform etc. ins Stocken geratene VDL-Ausbildungsflyer ist nach intensiver Arbeit der VDL-AG Ausbildung endlich fertiggestellt. Dafür sei allen Teilnehmern der AG-Ausbildung nochmals herzlich gedankt. Der Flyer wird kostenfrei zur Verfügung gestellt. Wenden sie sich gerne an die VDL-Mitgliedsverbände.

 

Er liefert erste wichtige Informationen zum interessanten Ausbildungsberuf des Tierwirt Fachrichtung Schäferei.

 

Aktuell ist ein erheblicher Bedarf an Nachwuchskräften in diesem höchst interessanten Beruf festzustellen. In vielen Betrieben steht in den nächsten Jahren eine Übernahme an und immer wieder gehen Suchanfragen nach einem Nachfolger/in für die Übernahme einer Schäferei bei der VDL ein.

 

Auch wenn die anfallenden Arbeiten in Abhängigkeit von der Region, in der sich die Schäferei befindet – ob in einer Deichschäferei oder Hüteschäferei – oder der Ausrichtung – Zuchtbetrieb und/oder Gebrauchsschafhaltung, Lammfleischerzeugung oder reine Landschaftspflege – unterschiedlich anfallen. Mit diesem Flyer wird eine erste Information rund um diesen Beruf und die anfallenden und Themen, zu erwartende Bezahlung in den Ausbildungsjahren etc. geliefert.

 

Dank gilt der Arbeitsgruppe, die für die Erarbeitung des Flyers viele Stunden eingesetzt hat. Dabei war es ganz wichtig, erfahrene Ausbilder wie auch die Jungschäfer und weitere Fachleute in diesem Segment einzubinden. Zu den Teilnehmern der VDL-Arbeitsgruppe Ausbildungsflyer, denen herzlich zu danken ist, zählen:

 

  • Herrn Jürgen Lückhoff, MV, früherer VDL-Vorsitzender
  • Herr Horst Seeler, NRW
  • Herr Klaus Wuttge, NI
  • Frau Franziska Rehm, BW, Jungschäferin
  • Martin Lambers, Deutscher Bauernverband

 

Ihre VDL

VDL-Ausbildungsflyer
VDL-Ausbildungsflyer_final.pdf
Adobe Acrobat Dokument 8.0 MB

17.08.2021

Neue Zahlen zu Wolfsrissen erschreckend, aber nicht überraschend

Der Vorsitzende der Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände (VDL), Alfons Gimber, kann über die neuen Zahlen der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) nur den Kopf schütteln. „Das überrascht uns nicht und war zu erwarten. Die jährliche Steigerung von ca. 30 Prozent hat sich sowohl bei den Zahlen der Wölfe in Deutschland als auch bei den von ihnen verursachten Schäden annähernd bestätigt.“

 

Der DBBW hat in seinem jetzt veröffentlichten Bericht zu wolfsverursachten Schäden, Präventions – und Ausgleichszahlungen festgehalten, dass 2020 alleine 3.444 Schafe Opfer von Wolfsübergriffen wurden. 2017 waren es noch 1.366 Schafe. Die Präventionsausgaben für 2020 werden mit 9.504.689 Euro angegeben. Gimber: „Diese Zahlen zeigen, dass die Steigerungsrate immens ist und dass Prävention alleine nicht genügt; zumal die genannte Summe nicht die zahlreichen Maßnahmen enthält, die die Schafhalter auch ohne Förderung zum Schutz ihrer Tiere ergriffen haben. Es geht nicht nur ums Geld. Seit Jahren fordern wir ein Wolfsmanagement, also eine Regulierung des Wolfsbestandes und die rasche Entnahme übergriffiger Wölfe, wenn wir nicht die Schafhaltung mit den Leistungen gegenüber der Gesellschaft u.a. beim Küstenschutz und der Landschaftspflege dem Wolf opfern wollen.“

 

Erschreckend ist ferner die Studie des letzten Jahres vom Bundesamt für Naturschutz (BfN), dass man 700 – 1.400 Wolfsterritorien in Deutschland für möglich hält. Diese Studie geht bedauerlicherweise in keiner Weise auf die Folgen für die Schafhaltung und Weidetierhaltung insgesamt ein. Als Konsequenz könnte dies bis zu 10.000 Wölfe in Deutschland bedeuten. Solide Schätzungen gehen bereits heute von einem Bestand von 1.500 – 2.000 Wölfen aus. Welche Konsequenzen, zusätzlichen Arbeitsbelastungen und Kosten dies für die Schafhalter hat und dass die vorgeschriebenen und geforderten Herdenschutzmaßnahmen in vielen Gebieten wie entlang der Deiche oder in Bergregionen nicht umgesetzt werden können, wurde bei der Studie ebenfalls nicht berücksichtigt. Als Konsequenz geben Schafhalter auf und schließen still und leise ihre Betriebe, weil sie die ständig steigenden Anforderungen, um ihre Tiere zu schützen, nicht mehr mitmachen können und wollen. Bedenkt man, das in diesen Tierhaltungen doch dem Tierwohl in besonderer Weise Rechnung getragen wird, könnte man doch erwarten, bei Thema Herdenschutz und Wolfmanagement mehr Verständnis zu finden.

 

Der VDL-Vorsitzende: „Es nervt, wenn trotz aller ergriffener Maßnahmen vom DBBW immer wieder unterstellt wird, die Tiere würden nicht ausreichend geschützt. Leider machen auch viele Politiker sich diese Auffassung zu eigen, statt endlich verantwortungsvoll zu handeln und sich die Maßnahmen einmal vor Ort anzuschauen.“

 

Was braucht es:

 

  • Endlich müssen, so der Vorsitzende, die von Brüssel genehmigten Hilfsmaßnahmen zum Herdenschutz bei den investiven wie auch laufenden Kosten in allen Bundesländern vollumfänglich angeboten werden. Dies dürfe nicht erst geschehen, wenn sich der Wolf in einem Territorium angesiedelt oder erste Schäden verursacht habe. -
  • Ferner müsse die neue Bundesregierung – die bisherige hat es leider ausgesessen - endlich die FFH-Richtlinie 1:1 in deutsches Recht übernehmen, den günstigen Erhaltungszustand des Wolfes in Deutschland feststellen und die zu ergreifenden Maßnahmen bei Erreichen des günstigen Erhaltungszustandes bzw. diesen Zustand längst festlegen. -
  • Eine Schutzjagd wie Skandinavien oder die Festlegung eines Kontingentes zur Entnahme von Wölfen wie in Frankreich ist ebenso zu prüfen

alles Themen und Maßnahmen, die in die Koalitionsvereinbarung der neuen Bundesregierung im Herbst aufzunehmen sind.

 

Wie lange wollen die Parteien noch bei all dem zuschauen. Es ist allerhöchste Zeit oder müssen erst Menschen zu Schaden oder zu Tode kommen, ehe die Politik aufwacht.

 

Die VDL, gegründet im Jahre 1934, ist der Dachverband der Schafzucht und -halterverbände im gesamten Bundesgebiet und vertritt die Interessen aller Schafzüchter und halter. Insgesamt betreuen sicherlich über 60.000 Schafhalter mit ihren über 1 Mio. Schafen über 60 verschiedene Rassen einschließlich der gefährdeten und vom Aussterben bedrohten Rassen.

 

Ihre VDL

14.06.2021

VDL und BDZ fordern gemeinsam mit DBV und BRS die Stärkung der Weidetierhaltung bei der zukünftigen GAP-Reform

 

 

  • Gimber und Merscher: Begrüßung der Tierprämie, jedoch bessere Wertschätzung der Grünlandnutzung bei der zukünftigen GAP-Förderung erforderlich 

 

 

Die Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände (VDL) und der Bundesverband Deutscher Ziegenzüchter (BDZ) fordern gemeinsam mit dem Deutschen Bauernverband (DBV) und dem Bundesverband Rind und Schwein (BRS) für die zukünftige GAP ab dem Jahre 2023 eine Stärkung der Weidetierhaltung und ebenso der Grünlandwirtschaft.

  

Die Vorsitzenden Alfons Gimber, VDL, und Bernd Merscher, BDZ, begrüßen die Einführung der geplanten Tierprämie zur gezielten Stärkung der Schaf- und Ziegenhaltung. Hier geht der Dank an die Agrarministerkonferenz und das Einlenken des Bundeskabinetts. Schließlich haben die massiv gesunkenen Schaf- und niedrigen Ziegenbestände der letzten Jahre dazu geführt, dass der überwiegende Teil des in Deutschland verbrauchten Lammfleischs sowie Schaf- und Ziegenmilch und -Käseprodukten mittlerweile importiert werden müssen und die unverzichtbaren und leider kaum wahrgenommen gesellschaftlichen Leistung durch den goldenen Tritt und Biss der Schafe und Ziegen beim aktiven Küsten- und Erosionsschutz immer mehr verlorengehen.

 

 Das politische Ziel, Weidetierhalter und Grünlandbetriebe im Zuge der GAP-Reform ab 2023 mit wirtschaftlichen Perspektiven wirksam zu fördern, muss besser umgesetzt werden. Hierzu zählt so die gemeinsame Feststellung der vier Verbände, dass Bund und Länder die Grünlandbewirtschaftung in den Eco Schemes stärker wertschätzen und damit finanziell attraktiver honorieren muss. Wichtig ist ferner, dass die bewährten Agrarumweltmaßnahmen der 2. Säule nicht durch Umweltauflagen in der 1. Säule bei den Eco Schemes gefährdet oder gar vernichtet werden.“

 

Hier die wichtigsten Forderungen aus dem gemeinsamen Forderungspapier zur GAP-Reform:

 

  • „Grünland-Klima-Bonus“ in die Eco Schemes: Grünlandbewirtschaftung ist ein Alleinstellungsmerkmal und verdient eine Honorierung im Sinne des Klima- und Umweltschutzes. Denn ein Hektar Grünland bindet 39 Tonnen Kohlenstoff (bzw. 143 Tonnen CO2-Äquivalent) zusätzlich im Vergleich zu Ackerland. Vorgeschlagen wird ein „Grünland-Klima-Bonus“ von ca. 90 Euro/ha p.a.
  • Weidetierhaltungsprogramme für alle Tierarten: Eine allgemeine Öffnung von Förderprogrammen zur Weidetierhaltung („Sommerweidehaltung“) für alle Tierarten, also einschließlich Schafe, Ziegen und Mutterkühe.
  • Tierprämie bürokratiearm: Praxisorientierte Ausgestaltung der Prämiengewährung, insbesondere einfacher und reibungsloser Datenabgleich mit anderen Datenquellen.

 

Das vollständige Positionspapier der vier Verbände: Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände (VDL) und Bundesverband Deutscher Ziegenzüchter (BDZ) mit Deutscher Bauernverband (DBV), Bundesverbandes Rind und Schwein (BRS), kann hier heruntergeladen werden:

Gemeinsames Positionspapier VDL-BDZ-DBV-BRS "Stärkung der Weidetierhaltung in der GAP-Förderung
21521_DBV_BRS_VDL_BDZ_Gemeinsames_Positi
Adobe Acrobat Dokument 199.0 KB

26.04.2021

Betrieb zur Durchführung der Deutschen Schafschurmeisterschaften 2022 gesucht

Der Verein Deutscher Schafscherer e.V. setzt sich für die Ausbildung und Fortbildung der Deutschen Schafscherer ein. Deutschland hat ca. 150 Schafscherer.

 

Entsprechend der Vorgaben des Tierschutzes sind Schafe mind. 1x jährlich zu scheren.
Der Verein Deutscher Schafscherer e.V. richtet in zweijährigem Rhythmus die Deutschen Schafschurmeisterschaften mit ca. 80 Schafscherer aus Deutschland in den 3 Klassen Junior, Intermediate und Open durch. Ebenfalls finden Wettbewerbe im Woolhandling und im Bladescheren statt. Die zwei Erstplatzierten jeder Wettkampfklasse werden an der Weltmeisterschaft teilnehmen. Es werden zusätzlich noch 30 Scherer aus dem Ausland erwartet, die in Länderwettkämpfen an der Schurmeisterschaft teilnehmen werden. Die Meisterschaften dienen nicht nur dem Wettkampf sondern auch der Förderung und Weiterbildung der einzelnen Teilnehmer, besonders der Nachwuchsscherer.

Der Verein Deutscher Schafscherer sieht diese Veranstaltung als einen geeigneten Anlass, die Leistungen der Schafhaltung sowie dieses wenig bekannten Handwerks, aber auch die herausragende Eigenschaften der Schafwolle in Deutschland der breiten Bevölkerung nahe zu bringen. Vergangene Veranstaltungen mit jeweils 1-5 Tausend Zuschauern haben gezeigt, dass für solche Events ein großes Publikumsinteresse und auch Interesse aus Fachkreisen besteht. Die Meisterschaften genießen ebenfalls ein großes Medieninteresse.

 

 

Der Verein sucht nun für die Durchführung der Meisterschaften einen Schäfereibetrieb für das Jahr 2022 und die folgenden Meisterschaften Schäfereibetriebe, welche bereit sind dieses Event auf Ihren Betrieben durchzuführen.

 

Rahmenbedingungen für Betriebe welche bereit sind, die Meisterschaften durchzuführen:

  

  • Betrieb stellt ca. 1000 Schafe in Halb oder Vollschur
  • Betrieb stellt Räumlichkeit (Halle oder Zelt für Event – Scherbühne und Zuschauer)
  • Betrieb organisiert Festlichkeit (Verpflegung, Rahmenprogramm etc.) auch in Zusammenarbeit mit dem Verein, wenn gewünscht
  • Verein organisiert die Vorbereitung der Schafe
  • Verein organisiert die Schafschur
  • Verein übernimmt die GEMA
  • Verein übernimmt die Versicherung
  • Verein übernimmt die Pressearbeit in Zusammenarbeit mit dem Betrieb
  • Verein übernimmt die Kosten für Scherer, Richter, Kosten Organisation rund um die Schur
  • Betrieb und Verein übernehmen die Werbung
  • Zeitraum August Dauer i.d.R. Freitag bis Sonntag – Anreise und Aufbau ab Mittwoch 

 

Rückmeldungen und Rückfragen gerne an Frau Anette Wohlfarth:

 

Email: Wohlfarth@schaf-bw.de

 

Handy: 0170 2011790 

 

Verein Deutscher Schafscherer e.V.

Kirchstr. 21

72555 Metzingen Glems 

13.04.2021

Suchanfrage zum Erhalt und zur Weiterführung einer bestehenden Tierzucht in Bulgarien

Zum Erhalt und zur Weiterführung einer bestehenden Tierzucht mit derzeit 115 besonderen Milchziegen und 100 Zicklein, 15 thrakischen Feinvliesschafen und deren Lämmer sowie 15 sanftmütigen, an den Menschen gewöhnten  Wasserbüffeln werden ab sofort Menschen mit Herz und Einsatzbereitschaft, die Freude am natürlichen Leben haben, gesucht.

 

Der Tierbestand wurde seit 6 Jahren von einer ökologischen Selbstversorgergemeinschaft in einem ursprünglichen Dorf im Grenzgebiet einer vielfältigen und artenreichen Naturlandschaft im Südosten Bulgariens aufgebaut.

 

Derzeit findet ein Wechsel statt. Die neue Gemeinschaft hat zu wenig Erfahrungen im Bereich der Tierhaltung und sucht Menschen, die auch eigenverantwortlich im Umgang mit Ziegen und Rindern, im besten Fall mit Wasserbüffeln handeln können.

 

Interessierte Personen sollten viele Erfahrungen in mehreren der folgenden Bereiche mitbringen:

 

  • Tierversorgung (wie Fütterung, Geburtenbetreuung, Klauenpflege, Krankheitserkennung etc.) 
  •  Tierpflege
  •  Zickleinaufzucht
  •  Stallarbeit und Umgang mit Futtermitteln
  •  Kenntnisse im Handmelken und 
  •  Zuchterfahrung 

 

sind von Vorteil.

 

Außerdem werden Hirten für die  Hütearbeit mit  der Ziegen/Schafherde sowie der Wasserbüffel gesucht. Die Herde wird begleitet von zwei Herdenschutzhunden und einem Hütehund.

 

 

Für nähere Informationen können interessierte Personen Kontakt aufnehmen: 

 

thomas.tischer@sq-ewiv.eu

 

Telefon: 0049 (0) 1575/ 449 4202

20.01.2021

VDL Vorsitzender Alfons Gimber auf der virtuellen DBV Veranstaltung zum Thema Wolf und Weidetierhaltung – was ist notwendig für ein Überleben der Weidetierhaltung

Anlässlich der Veranstaltung zu der auch Vertreter der anderen Weidetiere wie Rind, Pferd und landwirtschaftliche Wildhaltung ihre Statements abgaben wies Alfons Gimber unter anderem darauf hin, dass nach wie vor die Problematik nicht gelöst ist. Während der Wolf in besonderer Weise unter Schutz gestellt ist, ist dies bei den Leistungen der Weidetierhalter nicht der Fall. Gegenüber den beiden Vertretern aus dem Bundesumwelt- sowie auch Bundeslandwirtschaftsministerium wies er darauf hin, dass nach wie vor zum Teil still und leise Betriebe aufhören, weil der Aufwand mit dem Herdenschutz oder die Belastung durch Übergriffe nicht mehr zu ertragen sind.

 

Er forderte, dass neben der 100-prozentigen und zügigen Finanzierung des Herdenschutzes einschließlich des Arbeitszeitaufwandes schnellstmöglich ein bundesweit greifendes Wolfsmanagementsystem Anwendung finden muss, da ein 100-prozentiger Herdenschutz illusorisch ist.

 

Bei einer Wolfs-Zuwachsrate von 30 % sollte es doch problemlos möglich sein, übergriffige Wölfe unverzüglich zu entnehmen.

Große Hoffnung setzt er auf den Praxisleitfaden, der anlässlich der Umweltministerkonferenz im Frühjahr beschlossen und den Ländern präzise Anleitung gibt, wie die Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes umzusetzen ist. Dabei ist es auch wichtig, dass als ernster Schaden schon der erste Übergriff und nicht erst wiederholte Übergriffe nachzuweisen sind.

Alfons Gimber wies auch darauf hin, dass nach seiner Meinung bei geschätzten 1800 Wölfen längst der erforderliche Erhaltungszustand erreicht ist.

 

Abschließend danke er der Bundesregierung, dass endlich Mittel für die Einrichtung eines Herdenschutz-Kompetenzzentrums beschlossen worden sind. Nun sei es wichtig, dass dort auf länderübergreifend der Gedankenaustausch zum Herdenschutz und zur Weiterentwicklung von Herdenschutz-Maßnahmen auf den Weg gebracht werden. Er forderte, das in die Entscheidungsgremien unbedingt die Vertreter der Weidetierhalter eingebunden werden sollten einschließlich der Landwirtschaftsbereiche des Bundes und der Landesministerien.

 

Ihre VDL

19.01.2021

Digitale IGW: „Wolf und Weidetierhaltung – was ist notwendig für ein Überleben der Weidetierhaltung?“ sowie Programmplan Grüne Woche 2021

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

unsere Veranstaltung „Wolf und Weidetierhaltung – was ist notwendig für ein Überleben der Weidetierhaltung?“ findet bekanntermaßen morgen am Mittwoch, den 20.01.21 von 09:30 Uhr bis 11:00 Uhr als Live-Stream statt. Eine Anmeldung über die Plattform der Internationalen Grünen Woche ist hierfür nicht notwendig, da diese Veranstaltung vom DBV organisiert wird.

 

Folgender Link kann für den Live-Stream genutzt werden: https://www.bauernverband.de/kalender-veranstaltungen/termin/wolf-und-weidetierhaltung-was-ist-notwendig-fuer-das-ueberleben-der-weidetierhaltung

 

Es wird die Möglichkeit geben Fragen über die Plattform Slido einzubringen und an einer kleinen Umfrage teilzunehmen. Wie dies funktioniert wird der Moderator der Veranstaltung erläutern.

Vorab zur Info: in einem separaten Browserfenster öffnen Sie die Seite www.slido.de und geben die Event-Code „#IGW201“ ein, um an der Fragerunde um Umfrage teilzunehmen.

 

 

Für die Teilnahme an Veranstaltungen der Internationalen Grünen Woche ist eine Registrierung nötig unter: https://www.gruenewoche.de/

 

 

Der Veranstaltungsplan der Internationalen Grünen Woche 2021 ist beigefügt.

 

Ihre VDL

Programmplan
IGW-Digital_Programmtafel.png
Portable Network Grafik Format 1.0 MB

10.11.2020

10-Punkte-Programm zur Zukunft des Wolfes in Deutschland

Anlässlich der Umweltministerkonferenz vom 11.-13.11.2020

Die neuen amtlichen Zahlen des Bundesamtes für Naturschutz belegen eine dramatische Zunahme des
Wolfsbestandes in Deutschland. Das hat erhebliche Folgen für den ländlichen Raum, die Landnutzer und vor
allem die Weidetierhaltung – die Schäden steigen weiter an, naturnahe Weidewirtschaft gerät in Gefahr und
gleichzeitig schwindet die Akzeptanz für den Wolf. Das Aktionsbündnis Forum Natur und die
Weidetierhalterverbände fordern darum:


1. Wolfsbestand in Deutschland nicht kleinreden
Die Zählweise des Bundesamtes für Naturschutz muss zeitnah und nachvollziehbar sein. Sie darf
nicht lediglich auf die Anzahl der Einzeltiere, Paare und Rudel abstellen, sondern muss den daraus
resultierenden Gesamtbestand erfassen.


2. Der günstige Erhaltungszustand des Wolfes ist erreicht
In Anlehnung an wissenschaftliche Publikationen handelt es sich bei der Wolfspopulation in
Deutschland um den Westteil der baltisch-osteuropäischen Population. Mit einem
Gesamtbestand von 8.500 Tieren, davon 1.800 Tieren in Deutschland, ist deren günstiger
Erhaltungszustand gesichert.


3. Akzeptanzbestand durch Bund und Länder festlegen
Konflikte zwischen Wolf und Landnutzern sowie Weidetierhalten nehmen weiter zu. Zur
Vermeidung eines unkontrollierten Anstieges des Wolfsbestandes müssen Bund und Länder jetzt
einen spezifischen Akzeptanzbestand festgelegen.


4. Alle Länder müssen jetzt in Wolfsverordnungen eine effektive Wolfsregulierung ermöglichen
Der Bund hat mit seiner Novellierung des Bundesnaturschutzgesetzes im Frühjahr 2020 die
rechtliche Grundlage für einen Einstieg in die Entnahme von Einzeltieren bis hin zu Rudeln
geschaffen. Die Länder müssen diese Verordnungsermächtigung jetzt mit rechtssicheren
Regelungen für eine effektive Wolfsregulierung ausfüllen. Es ist Aufgabe der UMK, hierfür eine
Muster-Wolfsverordnung zu erarbeiten.


5. Der Wolf ist sowohl auf Bundes- wie auch auf Landesebene in das Jagdrecht aufzunehmen
Die FFH-Richtlinie erlaubt bereits jetzt eine Aufnahme des Wolfes in den Rechtskreis des
Jagdrechts bei Einhaltung des Schutzregimes. Das Jagdrecht bietet mit seinem bewährten
Reviersystem und seinen Regelungen zur Jagdausübung den geeigneteren Rechtsrahmen.


6. Die Länder müssen Präventionsmaßnahmen finanzieren und Wolfsrisse vollständig
entschädigen
Es sind vollumfassende Finanzmittel für rasch umsetzbare präventive Maßnahmen sowie für die
vollständige Entschädigung von Wolfsrissen zur Verfügung zu stellen, damit ein Akzeptanzbestand
finanzierbar ist.


7. Die Länder müssen eine unbürokratische Rissbewertung sicherstellen und zu Gunsten der
Geschädigten eine Beweislastumkehr einführen
Die derzeitige Praxis bei der Meldung von Wolfsrissen, dem Verfahren der Rissbegutachtung und
zur Kompensation von Schäden ist unzulänglich und grundlegend neu zu justieren. Zu Gunsten der
Geschädigten ist eine Beweislastumkehr einzuführen. Zukünftig muss eine zeitnahe
Entschädigung bereits dann erfolgen, wenn ein Wolfsriss nicht ausgeschlossen werden kann.


8. Der Bund muss die Spielräume des Art. 16 FFH-Richtlinie zur Entnahme von Wölfen vollständig
umsetzen
Die bisherige Umsetzung des Art. 16 FFH-Richtlinie geht zu Lasten der Landnutzer und
Weidetierhalter. Die Möglichkeiten zur Entnahme von Wölfen nach Art. 16 FFH-Richtlinie,
insbesondere des Abs. 1 Ziffer e), müssen jetzt vollständig umgesetzt werden.


9. Bund und Länder müssen die bereits jetzt bestehende Möglichkeit einer Schutzjagd im
nationalen Recht anerkennen
In anderen EU-Ländern wie Frankreich, Schweden und Finnland wird die von der EU auch jetzt
unter der Rechtslage nach Anhang IV der FFH-Richtlinie nicht beanstandete Praxis einer
Schutzjagd in der Abgrenzung zur Lizenzjagd bereits erfolgreich durchgeführt. Der Ansatz selbst
wurde auch seitens des Europäischen Gerichtshofes nicht bemängelt. Eine rechtssichere
Ausgestaltung ist somit auch in Deutschland möglich und muss von Bund und Ländern
schnellstmöglich umgesetzt werden.


10. Die Bundesregierung muss im Rahmen der deutschen Ratspräsidentschaft eine Initiative zur
Umstufung des Wolfes von Anhang IV in Anhang V der FFH-Richtlinie starten
Die Listen der FFH-Richtlinie von 1992 spiegeln nicht die zwischenzeitlich positive Entwicklung des
europaweiten Wolfsbestandes wider. Eine Überarbeitung der Listen mit einer Umstufung des
Wolfes von Anhang IV zu Anhang V ist zwingend erforderlich, um die rechtlichen und
tatsächlichen Voraussetzungen eines aktiven Bestandsmanagements in Zukunft sicherzustellen.


Das AFN hat einen konkreten „Handlungsvorschlag für ein praxisorientiertes aktives Wolfsmanagement“
vorgelegt, der jetzt umgesetzt werden muss und der hier abgerufen werden kann (https://www.forumnatur.
de/media/wolf_management_2.auflage.pdf).

10-Punkte-Programm zur Zukunft des Wolfes in Deutschland
AFN 10 Pkte Programm Wolf UMK 10112020.p
Adobe Acrobat Dokument 604.2 KB

18.10.2020

Internationaler Schaf- und Ziegenkongress in Bonn vom 15.-16. Oktober 2020

VDL- und BDZ-Vorsitzende resümieren die Tagung als hervorragende und sehr gelungene Plattform des fachlichen Austauschs mit einem herzlichen Dank für die Ausrichtung an das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Am Donnerstag und Freitag, den 15. und 16. Oktober 2020, fand in Bonn der I. Internationale Schaf- und Ziegenkongress unter dem Motto „Schaf- und Ziegenhalter und Wissenschaftler gestalten Zukunft“ statt. Einen Willkommensgruß richtete der Parlamentarische Staats-sekretär Joachim Fuchtel stellvertretend für Bundesministerin Julia Klöckner an die Teilnehmer und eröffnete den Internationalen Kongress. Fr. Gabriele Klingmüller, Bürgermeisterin in Bonn, zeigte sich in ihrem Grußwort an die Gäste sehr erfreut darüber, dass in Corona Zeiten Tagungen in diesem Format möglich sind, wenn die Hygieneauflagen beachtet werden und moderne Medien eingesetzt werden.

 

Die Vorsitzenden der Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände, VDL, und des Bundesverbandes Deutscher Ziegenzüchter, BDZ, Alfons Gimber und Bernd Merscher begrüßten diesen Internationalen Kongress ausdrücklich, ist diese Tagung doch der erste Internationale Kongress, der jemals in Deutschland durchgeführt und darüber als Hybridveranstaltung ausgerichtet wird. Ein besonderer Dank, so Gimber und Merscher, ist an das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, BMEL, zu richten. Das BMEL hat nicht nur trotz der Corona-Schwierigkeiten die Planungen bis zum Start mit unendlich viel Arbeitseinsatz fortgeführt. Es wurde eine Erweiterung der Teilnahmemöglichkeit dadurch sichergestellt, dass sich neben den Referenten und Besuchern vor Ort in Bonn Referenten wie auch Teilnehmer virtuell einwählen konnten.

 

Nach drei Fachvorträgen u.a. zum Klimawandel begannen in drei parallel stattfindenden Sitzungsräumen die Fachvorträge, jeweils mit 10 Minuten Rede- und 5 Minuten Diskussionszeit. Mehr als 60 Fachvorträge aus ca. 30 Ländern, denen ca. 100 Teilnehmer in Bonn und weltweit über 200 Teilnehmer digital folgten, boten Fachinformationen zu allen Themen rund um die Schaf- und Ziegenzucht, und -haltung. Die Vorträge wurden ergänzt durch über 50 Poster zu weiteren Fachthemen. Insgesamt waren über 160 Vorträge eingereicht worden.

 

Gimber und Merscher wiesen in der Begrüßung darauf hin, dass der I. Internationale Kongress deutlich macht, dass Schafe und Ziegen weltweit sehr wichtig sind und sie selber als Praktiker tagtäglich von Schafen bzw. Ziegen begeistert sind. Bei weltweit 1 Billion Schafe und über 600 Mio. Ziegen sind kleinen Wiederkäuer weltweit bedeutsam, eine Feststellung, die man sich im Bundesgebiet mit den 1,6 Mio. Schafen und über 200.000 Ziegen durch eine bessere Wertschätzung ebenfalls wünschen würde. Schließlich erfüllen Schafe und Ziegen auch in Deutschland mit der Erzeugung hochwertiger Nahrungsmittel wie Fleisch und Milch, dem Angebot des nachwachsenden Rohstoffes Schafwolle und den gesellschaftlich erbrachten Pflegeleistungen für den Küsten- bzw. Hochwasserschutz und der Landschaftspflege wertvolle Leistungen.

 

Für die Teilnehmer der Tagung besteht auch noch einige Tage nach der Konferenz die Möglichkeit, sich die Zusammenfassungen der Vorträge herunterzuladen, die Poster anzuschauen und Fragen an die Referenten zu richten.

 

Es bleibt zu hoffen, dass der I. Internationale Schaf- und Ziegenkongress der erste Schritt darstellt, sich zukünftig stärker länderübergreifend zu Schafen und Ziegen auszutauschen, so die VDL- und BDZ-Vorsitzenden Gimber und Merscher. Er war in jedem Falle ein großer Erfolg. Die Vorträge waren ebenso wie die Poster hervorragend und auch der gesamte Ablauf und die Technik funktionierte stets einwandfrei. Das BMEL hat hier Hervorragendes geleistet ebenso wie sich das WCCB in Bonn als Ausrichtungsstätte für Hybridveran-staltungen exzellent präsentiert hat.

 

Ihre VDL

15.10.2020

Internationale Schaf- und Ziegentagung ist in vollem Gange!

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

die internationale Tagung zur Zucht von Schafen und Ziegen 2020 im WCCB in Bonn ist erfolgreich eröffnet worden!

 

Das Programm ist in vollem Gange und deckt immer 3 Vorträge parallel in 3 Sälen ab.

 

Alle Personen, die virtuell teilnehmen, haben einen Link auf Ihre E-Mailadresse bekommen, mit Anweisungen, wie Sie den virtuellen Rundgang durch die Vorträge starten können. So können Sie jeden Vortrag online mitverfolgen. Dies ist sowohl auf deutsch als auch auf englisch möglich!

 

Anbei sehen Sie noch ein paar Stimmungsbilder.

 

Wir wünschen allen Beteiligten viel Erfolg beim Kongress.

 

Ihre VDL

14.10.2020

Sheep and Goats 2020 Bonn Farmers & Scientists Create Future

Internationaler Kongress zur Zucht von Schaf und Ziege

Morgen geht’s los. Über 60 Vorträge aus 20 Ländern rund um die Schafe und Ziegenhaltung im ehemaligen Plenarsaal des Deutschen Bundestages in Bonn (WCCB)

 

Ihre VDL

01.09.2020

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

die ersten Meldungen von Wolfsübergriffen finden sie auf nachfolgender Übersicht.

Teilen Sie uns auch zukünftig aufgetretene Wolfsübergriffe mit, gerne auch mit entsprechenden Rissbildern.

 

Nur so können wir deutlich machen, wie oft im Verlauf einer Woche oder eines Monats die Übergriffe in den Betrieben Schaden verursachen.

 

 

Ihre VDL

Aktuelle Meldungen von Wolfsübergriffen

Die VDL dankt dem BMEL ganz herzlich für die Ausrichtung und Durchführung des hervorragenden Internationalen Kongresses.

10.08.2020

Meldebogen für Wolfsübergriffe

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

nach Absprache mit dem Vorstand des VDL-Arbeitskreises Beutegreifer haben wir einen Fragebogen konzipiert, welcher zur Ersterfassung von Wolfsübergriffen genutzt werden und so eine frühere Übersicht von Übergriffen ermöglichen soll. Vom Melder bzw. betroffenen Betrieb wird nicht der Name und Adresse, sondern nur der Kreis veröffentlicht.

 

Damit sollen die VDL-Mitgliedsverbände entlastet werden, bei denen über die zuständige Landesstellen die Erfassung von Übergriffen „schwierig“ verläuft. D.h. weiterhin sind die Delegierten der VDL-Mitgliedsverbände gefordert, wie bisher soweit wie möglich, zeitnah zum Übergriff Fr. Wohlfarth oder direkt auf den Meldebogen bekannt gewordene Übergriff zu melden bzw. regelmäßig eine Übersicht zuzuleiten.

 

Beim Online-Meldebogen auf der VDL-Homepage haben Sie ebenfalls die Möglichkeit Rissbilder mitzuschicken.

 

Zu finden ist dieser im Reiter Beutegreifer oder direkt unter diesem Beitrag.

 

Ihre VDL

05.08.2020

Neuer Flyer der Jungschäfer der VDL-Abteilung Berufsschäfer online!

Sie können den VDL-Jungschäfer-Flyer nachfolgend als PDF herunterladen:

Jungschäfer-Flyer (Stand Juli 2020)
VDL-FLYER-Fertig.pdf
Adobe Acrobat Dokument 612.5 KB

04.08.2020

VDL-Vorsitzender Alfons Gimber mit seinem Kollegen Bernd Merscher, BDZ-Vorsitzender beim Antrittsbesuch bei Frau Beate Kasch, Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, BMEL.

Besprochenen Themen waren u.a.
- die aktuelle Situation der Schafe und Ziegenzucht und haltung,
- zukünftige Ausgestaltung der GAP,
- Wolf und Herdenschutz sowie
- Tierschutzhundeverordnung,
- Export von Zuchttiere
Ihre VDL

Wolfsterritorien in Deutschland

Nachfolgend eine vom Deutschen Bauernverband erstellte Übersicht der Wolfsterritorien in Deutschland aus dem Monitoringjahr 2018/2019 auf Grundlage der DBBW-Datenbank:

03.07.2020

Bundesrat beschließt am 3. Juli 2020 die Einführung einer Weidetierprämie für Schafe und Ziegen

- VDL und BDZ drängen die Bundesregierung auf Umsetzung des wiederholtenBundesratsbeschlusses

Der Beschluss des Bundesrates vom 3. Juli 2020 eine Weidetierprämie für Schafe und Ziegen
einzuführen, wird von der Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände (VDL) und dem
Bundesverband Deutscher Ziegenzüchter (BDZ) sehr begrüßt, so die Vorsitzenden Alfons Gimber und
Bernd Merscher. Bereits in 2019 hatte der Bundesrat auf Empfehlung des Ausschusses für Umwelt,
Naturschutz und nukleare Sicherheit diese dringende Hilfe für die Unterstützung der Schaf- und
Ziegenhalter beschlossen, da die bisherigen Hilfen nicht den erhofften Erfolg erzielten; doch bislang
ohne Erfolg.


Zuvor hatten beide Vorsitzenden in einem gemeinsamen Schreiben u.a. die Ministerpräsidenten der
Länder erneut um Unterstützung und damit ein klares Signal in der Plenarsitzung vom 3. Juli 2020 bei
der Behandlung des Dritten Gesetzes zur Änderung des Direktzahlungen-Durchführungsgesetzes
gebeten, die Einführung der Weidetierprämie für Schafe und Ziegen in Höhe von 30 € als Zielgröße zu
beschließen; mit Erfolg.


Es ist nun an der Zeit, so Gimber und Merscher, dass sich das Bundeslandwirtschaftsministerium
bewegt und wie in 22 anderen EU-Mitgliedsländern die Weidetierprämie für Schafe und Ziegen einführt.
Der Bundesratsbeschluss sieht eine gekoppelte Stützung für den Sektor Schaf- und Ziegenfleisch vor,
die bundeseinheitlich erfolgt und einen Zielwert von 30 Euro je beilhilfefähigem Mutterschaf oder -ziege
angestrebt. Das Bundeslandwirtschaftsministerium darf nicht bei der Flächenprämie in der I. Säule
verharren. Schließlich überzeugen die Argumente und es bedarf nur einer geringen Umschichtung in
der I. Säule, um diese gekoppelte Stützung zu finanzieren. Dies wäre eine wichtige Hilfe, so die beiden
Bundesvorsitzenden für die Schaf- und Ziegenhaltung, zumal die Agrarumweltprogramme aus der II
Säule lediglich einen Ausgleich der Nutzungseinschränkungen darstellen und die Flächenprämie der I.
Säule über steigende Pachtpreise teilweise wieder abfließen. Die Weidetierprämie würde hingegen
beim Betrieb verbleiben.


Die Fristen lassen es ferner zu, so ferner die Feststellung im Bundesratsbeschluss in der Begründung,
rechtzeitig für 2021 diese an das Tier gekoppelte Hilfe einzuführen. Bei einem Einkommen in der
Schafhaltung von unter 6,00 €/Stunde incl. Gelder aus den bisherigen Hilfen, was damit deutlich unter
dem Mindestlohn liegt, und einem Bestandrückgang in den letzten 12 Jahren von -40%, darf die
Bundesregierung diesen Beschluss nicht weiter aussitzen.


Ohne Schaf- und Ziegenhaltung in der bekannten klassischen Form ist der für die Gesellschaft so
unverzichtbare Küsten- und damit Erosionsschutz durch Tritt und Biss von Schaf und Ziege nicht mehr
sichergestellt, so beide Bundesvorsitzende.

 

Ihre VDL

22.06.2020

Online-Bockauktion

Wir dürfen Sie auf nachfolgende Pressemeldung der 1. Mitteldeutsche Online-Bockauktion mit 27. Merinofleischschaf-Elite und 13. Mitteldeutsche Bockauktion hinweisen:

Inhalte von Powr.io werden aufgrund deiner aktuellen Cookie-Einstellungen nicht angezeigt. Klicke auf die Cookie-Richtlinie (Funktionell und Marketing), um den Cookie-Richtlinien von Powr.io zuzustimmen und den Inhalt anzusehen. Mehr dazu erfährst du in der Powr.io-Datenschutzerklärung.

Schwere Zeiten öffnen neue Wege:

Corona-bedingt sind in den vergangenen Monaten viele Veranstaltungen und so auch Auktionen entfallen. Dies führt bei den Züchtern zu z.T. erheblichen Zuchttierabsatzproblemen und auch Käufer finden schwerlich neue Zuchtböcke. Dieses Problem öffnet Überlegungen neuer bzw. anderen Absatzformen. Was im Immobilienbereich bereits seit Jahrzehnten gängige Praxis ist, im Pferdesektor Anwendung findet, wird nun auch bereits bei uns in der Schaf- und Ziegenwirtschaft getestet, so an o.g. Beispiel.

 

Die Geschäftsführer u.a. der VDL- Mitgliedsverbände haben sich mit dieser Thematik ebenfalls anlässlich der jüngsten Geschäftsführer-TK am 4. Juni 2020 befasst und beschlossen, das Thema genauer zu betrachten und die Entwicklungen weiter zu verfolgen. Ähnlich wie bei OviCap, wo man über alle Landesverbände ein abgestimmtes VDL-Konzept entwickelt hat, was gemeinschaftlich und auf alle Schultern verteilt getragen wird und im Übrigen sehr erfolgreich läuft, stellt sich hier beim Thema Online-Auktion ebenfalls die Frage, ob dies ein bundeweites VDL-/BDZ-Konzept werden kann bzw. sollte, dass von allen Mitgliedsverbänden genutzt werden kann. Dies würde in der Entwicklung und Pflege letztendlich Zeit und Kosten für jeden Verband sparen, weil es eben gemeinschaftlich angelegt würde, so die ersten Gedanken.

 

Wie die Online-Aktionen im Schaf- und Ziegenbereich laufen, werden die ersten Erfahrungen zeigen. Auch vit-Verden, Partner und Dienstleiter bei OviCap hat hierzu bereits Überlegungen angestrengt und sich über eine digitale Verkaufsplattform für Zuchttiere Gedanken gemacht zumal über OviCap allen erforderlichen Zuchtdaten verfügbar sind.

Klar wurde in der Diskussion, dass eine mögliche Online-Aktion nicht die bisherigen Auktionen ersetzen sollen, sondern eine Ergänzung darstellen können, solange bisherige Verfahren nicht durchführbar sind. Aber durchaus kann die Online-Auktion als Erweiterung der bisherigen Auktionen verstanden werden, da sich nun Bieter aus anderen Ländern vielleicht verstärkt einklinken und interessiert mitbieten, weil sie vorher bereits das Tier auf dem Foto o. Film haben anschauen können.

 

In jedem Falle werden sich die Geschäftsführer der VDL- und BDZ- Mitgliedsverbände mit dem Thema weiter beschäftigen und prüfen, ob es sinnvoll ist, eine Online-Auktions-Rohling zur Nutzung für die Mitgliedsverbände zu entwickeln.

 

Ihre VDL

05.06.2020

Kostenfreie Kleinanzeigen nutzen

Immer wieder gehen bei uns Suchanfragen ein. Daher senden Sie uns bitte direkt zu Ihrem Anliegen eine Kleinanzeige mit den Hinweisen "Was Sie suchen " bzw. "Was Sie anbeiten".

 

Den Link zu den Kleinanzeigen finden Sie am Ende der Meldung.

 

Meist wird dies am gleichen Tag noch auf die Homepage übertragen.

 

Ihre VDL

05.06.2020

– Fristverlängerung für Call for Paper bis 14. Juni 2020 und Möglichkeit eines Videobeitrags

Internationaler Kongress zu Schafen und Ziegen – Landwirtschaft und Wissenschaft gestalten die Zukunft

Wir freuen uns über ein sehr reges Interesse an dem Kongress und die bereits zahlreich eingereichten Paper aus allen Teilen der Welt. Aus diesem Grund sind die Beteiligten hoch motiviert, alle Möglichkeiten auszuloten, den Kongress am 15-16. Oktober 2020 in Bonn durchzuführen. Wie bisher hat das BMEL für den Internationalen Kongress eine Homepage eingerichtet unter: https://sheepandgoats2020bonn.org/de/, wo die weiteren Informationen zu entnehmen sind. Das BMEL verfolgt gemeinsam mit VDL, BDZ, WDL und DGfZ ständig die Situation und die Entwicklung der sich verändernden Rahmenbedingungen weltweit. Die durch die Corona-Pandemie verursachte aktuelle Situation erfordert permanente Beobachtung und flexible Reaktionen. Für Referenten, die nicht persönlich am Kongress teilnehmen können, bietet das BMEL daher neu die Möglichkeit an, Vorträge zum Internationalen Kongress zur Zucht von Schaf und Ziege als Videobeitrag einzureichen. Wir halten deshalb eine Verlängerung der Einreichungsfrist von Vorträgen für den Internationalen Kongress zur Zucht von Schaf und Ziege bis zum 14. Juni 2020 als Reaktion auf die bestehende Unsicherheit für die kommenden Wochen und Monate für angemessen. Gerne können Sie den Call for Papers (z.B. an Ihre internationalen Kooperationspartner) weiterverteilen, der hier in der Anlage erneut folgt. Er ist in den Sprachen Englisch, Deutsch, Französisch, Polnisch, Türkisch und Russisch verfasst.

Im Falle von Fragen, wenden Sie sich bitte an SheepAndGoats2020@pool.de.

 

Zu den nachfolgenden Themenschwerpunkten liegen bislang erfreulicherweise insgesamt bereits über 100 Vortragsvorschläge vor, davon 40 aus Deutschland und über 60 aus 28 anderen Ländern. Die Themenblöcke lauten:

 

o   Tierzucht und Genetik: Wie sieht die Zucht von Schafen und Ziegen in der Zukunft aus?

o   Tiergenetische Ressourcen, Biodiversität, Robustrassen und Genbanken

o   Tierhaltung: Was brauchen Schafe und Ziegen?

o   Management und Tierwohl

o   Strukturen und Perspektiven der Schaf- und Ziegenhaltung, Nachhaltigkeit

o   Ökonomie: Wie kann man die Wirtschaftlichkeit der Haltung von Schafen und Ziegen verbessern

o   Umweltleistungen und Klimawandel: Welchen Beitrag leisten Schafe und Ziegen für den Klimaschutz

o   Tiergesundheit: Welche Möglichkeiten bietet die Resistenzzucht?

o   Freie Themen

 

Das BMEL bittet darum, dass insbesondere aus dem Kreis der Praxis der Schaf- und Ziegenzucht und –haltung Vorträge eingereicht werden, die aktuell die Schaf- und Ziegenzucht und –haltig umtreibt. Auch hierfür nutzen Sie bitte als Vorlage das Call for Paper. Insbesondere fehlen noch Vorträge zu Ziegenthemen, so das BMEL. Konkret bedeutet dies, dass Praktiker selber Vortragsthemen als Referenten einreichen können. Die VDL- und BDZ-Mitgliedsverbände bitten wir hier hilfreich zur Seite zu stehen.

 

 

VDL/BDZ/WDL

Call for Paper - aktualisierte Fassung
Call for Paper aktualisiert_Fristverläng
Adobe Acrobat Dokument 193.7 KB

27.05.2020

VDL-Vorsitzender Alfons Gimber im Gespräch mit Frau Susanne Mittag, MdB

Am Mittwoch den 27. Mai traf sich der VDL Vorsitzende Alfons Gimber mit der Bundestagsabgeordneten der SPD-Bundestagsfraktion Frau Susanne Mittag in Berlin. Frau Mittag ist Mitglied des Agrarausschusses des Deutschen Bundestages und Tierschutzbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion. Insgesamt war es ein sehr konstruktives und offenes Gespräch, bei dem eine Vielzahl von Themen lösungsorientiert angesprochen worden. 

 

Weitere Details erhalten die VDL-Mitglieder über den Schäferbrief.

 

Ihre VDL

 

Ausbildung

Ausbildungsflyer
VDL-Ausbildungsflyer_final.pdf
Adobe Acrobat Dokument 8.0 MB
Ausbildungsbroschüre
VDL-Ausbildungsbroschuere_2015.pdf
Adobe Acrobat Dokument 7.6 MB

Veranstaltungen:

Social Media

Folgen Sie uns auf Instagram!
Folgen Sie uns auf Instagram!

Sponsoren und Förderer

Neben Forderungskatalog und Infoblatt finden Sie in Kürze weitere Informationen für den Schafhalter